Wenn nach dem Duschen Wasser auf dem Badezimmerboden steht, ist selten die ganze Duschkabine defekt. Meistens ist ein einzelnes Dichtprofil verschlissen: eine Lippe ist hart geworden, ein Magnet zieht nicht mehr, oder das Profil sitzt nicht mehr sauber auf der Glaskante.
Woran du merkst, dass die Dichtung erneuert werden muss
- Wasser läuft unten über die Duschwanne hinaus.
- Zwischen zwei Glastüren bleibt ein Spalt, der nicht mehr schließt.
- Die Dichtung ist hart, vergilbt oder schimmelig.
- Die Tür fällt nicht mehr von selbst zu.
Schritt 1: Glasstärke messen
Bevor du ein Profil bestellst, brauchst du zwei Maße: die Glasstärke und die Einbauposition.
Die Glasstärke misst du an der Glaskante mit einem Messschieber oder einer Schieblehre. Üblich sind 6 mm, 8 mm und 10 mm, bei älteren Kabinen auch 12 mm.
Schritt 2: Einbauposition bestimmen
Nicht jede Dichtung passt an jede Stelle. Entscheidend ist, wo es undicht ist:
- Unten: zwischen Glaskante und Duschwanne. Hier sitzt meist ein U- oder F-Profil.
- Seitlich: an der senkrechten Kante zur Wand oder zu einer festen Glasfläche.
- Zwischen zwei Türen: hier brauchst du ein H-Profil oder ein magnetisches Paar.
Schritt 3: Zuschneiden und montieren
Die meisten Profile werden mit 2,2 m geliefert und lassen sich mit einer Schere oder einem Cuttermesser auf die benötigte Länge bringen. Schneide lieber einen Millimeter zu lang als zu kurz.
Reinige danach die Glaskante, damit kein Kalk oder Seifenrest unter dem Profil sitzt. Drücke das Profil gerade auf die Kante und schließe die Tür zum Test.
Wann sich der Austausch nicht mehr lohnt
Wenn zusätzlich das Glas beschädigt ist, die Scharniere ausgeschlagen sind oder die Kabine verzogen ist, hilft eine neue Dichtung nur begrenzt. In diesen Fällen ist der Austausch der Kabine sinnvoll.
Was du dafür brauchst
Passende Dichtprofile für 8, 10 und 12 mm Glas in H-, U- und F-Form sowie magnetische Ausführungen in 90°, 135° und 180° findest du in unserem Sortiment. Jedes Profil lässt sich ohne Bohren montieren.